Ein mittelgroßes Einkaufszentrum hat zwischen 10 und 40 verteilte Bildschirme: Gänge, Food Court, Parkhaus, Aufzüge. Fast alle zeigen ein Logo, Öffnungszeiten und ein Imagevideo in Schleife. Das ist stillstehendes Werbeinventar, mit Wartungskosten und null Umsatz.
Schritt 1: das Inventar aufbauen
Ohne Inventar kein Werbeverkauf. Bevor über Preise gesprochen wird, kartieren Sie jeden Standort:
| Angabe | Warum sie zählt |
|---|---|
| Genaue Lage | Bestimmt den Wert des Standorts (Food Court schlägt Servicegang) |
| Bildschirmtyp und -größe | Legt das akzeptierte Format fest |
| Geschätzte Frequenz | Die Basis des Verkaufsarguments |
| Durchschnittliche Verweildauer | Der Food Court trägt ein längeres Motiv, ein Gang nicht |
| Betriebszeiten | Wie viele Plätze pro Tag verfügbar sind |
Ein Mieter kauft keine „Werbung im Center“. Er kauft „10 Einblendungen pro Stunde, im Food Court, von 11 bis 15 Uhr“. Der Unterschied zwischen diesen beiden Sätzen ist das Inventar.
Schritt 2: das Raster festlegen
Eine Bildschirmschleife hat endliche Zeit. Die Rechnung ist einfach: Dauert die Schleife 3 Minuten und jedes Motiv 15 Sekunden, gibt es 12 Plätze. Reservieren Sie einen Teil für eigene Inhalte des Centers und verkaufen Sie den Rest.
Das funktionierende Verhältnis hält die Mehrheit der Plätze kommerziell und bewahrt Raum für Imageinhalte — denn ein zu 100 % kommerzieller Bildschirm ermüdet das Publikum und senkt den Wert des Standorts.
Schritt 3: bepreisen
Ein eigenbetriebenes Center verkauft selten nach TKP, sondern ein Monatspaket je Standort oder Standortgruppe. Das ist einfacher zu erklären und einfacher zu betreiben.
- Zahl der Einblendungen pro Stunde und das Zeitfenster
- An welchen Standorten das Motiv erscheint
- Vertragslaufzeit (monatlich ist meist der Einstieg)
- Ob die Motivproduktion enthalten ist oder Sache des Mieters
- Frist für einen Motivwechsel
Schritt 4: an die verkaufen, die schon da sind
Der erste Werbekunde des Centers ist der Mieter: Er zahlt bereits Miete, will bereits mehr Frequenz und ist bereits wenige Meter vom Bildschirm entfernt. Wie Sie dieses Angebot aufbauen, steht in Werbeflächen an Mieter verkaufen.
Schritt 5: betreiben, ohne ein Problem zu schaffen
Was einen Werbebetrieb im Center tötet, ist der Motivwechsel. Braucht jeder Wechsel einen Techniker, einen USB-Stick oder einen Weg zum Standort, frisst der Betriebsaufwand den Umsatz. Die Fernveröffentlichung nach Bildschirmgruppen macht den Betrieb mit kleinem Team überhaupt tragfähig.
Der Fehler, beim Preis anzufangen
Viele Center versuchen zu verkaufen, bevor das Inventar geordnet ist, und berechnen am Ende „eine Einblendung“ ohne definierte Frequenz, Zeitfenster oder Standorte. Der Mieter sieht keinen Rücklauf, verlängert nicht, und das Center schließt: „Interne Werbung funktioniert nicht.“ Das Problem war nie die Werbung, sondern die fehlende Spezifikation.
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Kostenlos testenHäufige Fragen
Brauche ich zum Start ein Werbeteam?+
Nein. Die meisten Center starten mit dem vorhandenen Marketingteam und verkaufen an die eigenen Mieter. Ein eigenes Team lohnt erst, wenn externe Werbekunden dazukommen.
Kann ich an Marken außerhalb des Centers verkaufen?+
Ja, und das zahlt meist besser. Aber das ist Phase zwei: Ohne Ausspielhistorie und geordnete Frequenzdaten verhandeln Sie mit einer Agentur aus der schwächeren Position.
Wie viele Bildschirme rechtfertigen den Start?+
Ein halbes Dutzend gut gelegener Standorte genügt für ein verkaufbares Paket. Die Qualität des Standorts zählt mehr als die Menge.
Und die eigenen Inhalte des Centers?+
Die laufen weiter, und das sollen sie. Sie tragen die Wahrnehmung, dass der Bildschirm zum Center gehört und nicht bloß eine weitere Werbetafel ist.
