Es gibt einen enormen Unterschied zwischen einem Durchgangs- und einem Verweilstandort. Im Gang gehen Menschen in drei Sekunden vorbei, den Blick in den Schaufenstern. Im Food Court setzen sie sich, essen und bleiben 20 bis 40 Minuten mit freier Aufmerksamkeit.
Was sich ändert, wenn das Publikum sitzt
| Gang | Food Court | |
|---|---|---|
| Kontaktdauer | 2 bis 5 Sekunden | 20 bis 40 Minuten |
| Aufmerksamkeit | Geteilt mit Schaufenstern | Frei, leicht gelangweilt |
| Ideales Format | Bild + 4 Wörter | Motiv mit Information, kurzes Video |
| Tolerierte Wiederholung | Hoch (Publikum wechselt) | Gering (dieselben Leute bleiben) |
| Ziel | In den Laden ziehen | Informieren, Lust wecken, später konvertieren |
Weil das Publikum lange bleibt, wiederholt sich eine kurze Schleife zu oft und nervt. Der Food Court braucht eine längere, abwechslungsreichere Schleife als ein Gang — der häufigste Betriebsfehler überhaupt.
Was auf einem Food-Court-Bildschirm funktioniert
- Angebote der Gastronomen selbst — das Publikum hat Hunger und entscheidet über das Dessert.
- Läden im Stockwerk darüber oder darunter, die der Kunde von sich aus nicht besuchen würde.
- Center-Kampagnen mit Frist (ein Gewinnspiel, eine Weihnachtsaktion, die App-Anmeldung).
- Leichte Unterhaltungsinhalte, die zwischen kommerziellen Motiven die Aufmerksamkeit halten.
- Der Veranstaltungskalender des Centers für die Woche.
Was nicht funktioniert
- Ein langes Imagevideo in Schleife: Die Leute sehen es beim Essen dreimal.
- Ein Motiv mit kleinem Text: Die Leseentfernung im Food Court ist meist größer als im Gang.
- Inhalte, die Ton brauchen, in Konkurrenz zu Gesprächen und Tablettlärm.
- Werbung für einen Laden am anderen Ende des Centers, ohne zu sagen, wie man hinkommt.
Die Tageszeit verändert alles
Das Food-Court-Publikum mittags (Berufstätige, in Eile, schnelle Entscheidungen) ist nicht dasselbe wie um 16 Uhr (Familien beim Bummel) oder um 20 Uhr (jünger, auf dem Weg ins Kino). Inhalte nach Zeitfenster zu planen, ist die Verfeinerung, die den Wert dieses Standorts am stärksten hebt.
Wie daraus Umsatz wird
Der Food Court ist meist der teuerste Standort im Inventar eines Centers, genau wegen der Verweildauer. Er ist das Aushängeschild des Angebots und der Einstieg, um die übrigen Standorte zu verkaufen. Siehe Bildschirme im Center monetarisieren und Werbeflächen an Mieter verkaufen.
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Kostenlos testenHäufige Fragen
Wie viele Bildschirme braucht ein Food Court?+
Das hängt von Grundriss und Sichtachsen ab. Die praktische Regel: Von jedem Tisch aus sollte ein Gast mindestens einen Bildschirm sehen, ohne den Stuhl zu drehen.
Sollte ich im Food Court Ton nutzen?+
In der Regel nein. Der Geräuschpegel ist hoch und Ton stört Essende. Ein Motiv, das Ton zum Verständnis braucht, ist für diesen Standort falsch gebaut.
Wie lange sollte jedes Motiv stehen?+
Etwas länger als im Gang — etwa 15 bis 30 Sekunden — bei insgesamt längerer Schleife, um das Wiederholungsgefühl zu senken.
Lohnen sich Fremdinhalte (Nachrichten, Sport)?+
Als Füller zwischen kommerziellen Motiven funktionieren sie, solange sie stumm sind und keine eingebettete Fremdwerbung tragen — genau das ist das Risiko eines Fernsehsenders.
