Ihre Miete, Ihr Strom und Ihr Personal kosten um 15 Uhr genauso viel wie um 20 Uhr. Der Unterschied ist, dass der Raum um 15 Uhr leer ist. Aktionen nach Tageszeit greifen genau diese Lücke an — ohne die Stunden zu rabattieren, in denen Sie ohnehin gut verkaufen.
Erster Schritt: Ihre echte tote Stunde finden
Vertrauen Sie nicht dem Bauchgefühl. Nehmen Sie die Zahl der Bestellungen je Zeitfenster der letzten 15 Tage und bauen Sie eine einfache Tabelle. Das Muster zeigt sich schnell:
| Zeitfenster | Typische Lage | Chance |
|---|---|---|
| 12–14 Uhr | Mittagsspitze | Kein Rabatt; Bon erhöhen |
| 14–17 Uhr | Tiefes Loch | Kaffee, Süßes, Nachmittagssnack |
| 17–19 Uhr | Langsamer Start | Happy Hour, Sharing-Teller + Getränk |
| 19–22 Uhr | Abendspitze | Menüs und Dessert, ohne Rabatt |
| Mo–Mi | Schwache Wochentage | Eine feste Aktion mit eigenem Namen |
In einer Stoßzeit zu rabattieren ist weggeworfenes Geld: Sie geben jemandem einen Nachlass, der ohnehin gekommen wäre. Eine Aktion lohnt nur dort, wo ein Stuhl leer steht.
Was in jeder Lücke funktioniert
Das Nachmittagsloch (14 bis 17 Uhr)
- Kaffee + etwas Süßes zum Festpreis: Das bringt Büro- und Studentenpublikum.
- Zweites Stück zum halben Preis bei Kuchen mit kurzer Haltbarkeit.
- Ein Rückkehrgutschein: Wer heute zu Mittag gegessen hat, kommt am Nachmittag zu Sonderkonditionen wieder.
Der frühe Abend (17 bis 19 Uhr)
- Happy Hour mit Sharing-Teller, nicht nur Getränke: Essen hält den Tisch länger.
- Zwei für eins auf Fassgetränke oder Limonaden in einem kurzen, klar ausgewiesenen Fenster.
- Wechselnde Vorspeisen, solange die Küche noch frei ist.
Der Wochenanfang
- Ein fester Tag mit Namen: „Burger-Dienstag“, „Pizza-Mittwoch“. Ein fester Name schafft Gewohnheit; ein zufälliger Rabatt nicht.
- Ein günstigeres Tagesgericht, nur montags bis mittwochs.
Warum der Bildschirm dafür der beste Ort ist
Aktionen nach Tageszeit haben ein Betriebsproblem: Sie müssen zur richtigen Zeit erscheinen und verschwinden. Ein gedrucktes Plakat nimmt sich nicht selbst ab — und ein Happy-Hour-Angebot, das um 21 Uhr noch hängt, wird zu einem Rabatt, den Sie nicht geben wollten.
Auf dem Bildschirm läuft das Motiv nach Zeitplan an und aus. Und weil die Aktualisierung vom Handy erfolgt, können Sie das Angebot am Nachmittag nachjustieren, wenn der Raum noch leer ist.
- Das Zeitfenster auf dem Motiv („14 bis 17 Uhr“)
- Nur einen hervorgehobenen Artikel, keine ganze Karte mit Rabatt
- Einen sichtbaren Endpreis, ohne „Bedingungen im Laden“
- Den Tag oder das Datum der Gültigkeit
- Eine geplante Uhrzeit, zu der es vom Bildschirm verschwindet
Der Fehler, der Ihre Marge verbrennt
Den Bestseller zu rabattieren. Kommt Ihr meistbestelltes Gericht in die Aktion, schneiden Sie die Marge des Artikels, der sich ohnehin verkauft hat. Die Aktion soll einen margenstarken Artikel mit geringem Umschlag ziehen oder ein Menü, das eigens für dieses Fenster gebaut wurde.
Wenn es Ihnen um den Bestellwert statt um leere Stunden geht, ist der Weg ein anderer: wie Sie den Durchschnittsbon erhöhen.
Angebot planen und vergessen
Veröffentlichen Sie die Aktion vom Handy und lassen Sie den Bildschirm sie pünktlich ein- und ausblenden. 30 Tage gratis, ohne Karte.
Kostenlos testenHäufige Fragen
Gewöhnen Aktionen Gäste daran, nur mit Rabatt zu kommen?+
Ja, wenn sie zufällig und häufig zu Stoßzeiten laufen. Eine feste Aktion, in einem definierten Fenster und mit eigenem Namen, schafft eine Zeitgewohnheit — genau das ist das Ziel.
Wie viel Rabatt ist angemessen?+
Genug, um die Entscheidung zu verändern, ohne die Marge zu zerstören. Gebaute Menüs funktionieren meist besser als ein Prozentsatz, weil sie den Rabatt in einem festen Preis verstecken.
Muss ich auch außerhalb werben?+
Der Bildschirm erreicht die, die schon drin sind, und die, die vorbeigehen. Für neue Gäste funktioniert dasselbe Motiv auf Instagram und im Messenger-Status: eine Datei, zwei Kanäle.
Funktioniert das in einem kleinen Imbiss?+
Ja, mit einem Vorteil: Ein kleiner Betrieb spürt fünf zusätzliche Tische am Nachmittag, was ein großer Raum nicht einmal bemerken würde.
