Fragen Sie einen Gastronomen, welcher Posten die beste Marge hat: Die Antwort ist immer das Getränk. Fragen Sie, welcher am seltensten angeboten wird: dieselbe Antwort. Das Dessert folgt direkt danach. In diesem Artikel geht es darum, diese Lücke zu schließen.
Warum das Getränk außen vor bleibt
Drei Gründe, und keiner davon ist der Preis:
- Es erscheint nicht. Die Karte listet Getränke separat, am Ende, in kleinerer Schrift.
- Die Frage ist falsch gestellt. „Etwas zu trinken?“ lädt zum Nein ein. „Limonade oder frischer Saft?“ lädt zur Wahl ein.
- Es kommt zum falschen Zeitpunkt. Angeboten, wenn das Essen schon fertig ist und der Gast die Bestellung gedanklich abgeschlossen hat.
Setzen Sie das Getränk in dieselbe Karte wie das Gericht, mit Menüpreis. Der Gast wählt dann nicht mehr zwischen „mit“ und „ohne“, sondern welches.
Das Hausgetränk: der Posten, den nur Sie haben
Eine Markenlimonade ist Massenware — alle haben dieselbe und der Gast kennt den Preis. Ein eigenes Getränk (eine Hauslimonade, ein Saisonsaft, Ihr Eistee) hat keinen Preisvergleich und meist eine bessere Marge.
- Einen eigenen Namen (nicht „Zitronensaft“)
- Ein fotogenes Aussehen: das Glas, die Farbe, die Garnitur
- Einen Preis zwischen Limonade und Bier
- Ein eigenes Motiv in der Bildschirmschleife
Das Dessert: das Problem ist die Uhr
Das Dessert wird angeboten, wenn der Gast bereits satt ist. Das ist der denkbar schlechteste Moment: Die Entscheidung für etwas Süßes entsteht, bevor der Hunger weg ist.
Deshalb wirkt der Bildschirm hier so gut: Er zeigt das Dessert, während das Hauptgericht zubereitet wird — wenn der Appetit am größten und die Entscheidung noch offen ist. Wenn der Service am Ende fragt, hat der Gast das Dessert bereits dreimal gesehen.
Der Zwei-Dessert-Trick
Ein Lokal mit zehn Desserts auf der Karte verkauft weniger Desserts als eines mit zwei. Zu viel Auswahl lähmt die Entscheidung am Ende der Mahlzeit — genau im energieärmsten Moment des Gastes.
| Moment | Was auf dem Bildschirm zeigen | Ziel |
|---|---|---|
| Ankunft / Schlange | Menü mit inkludiertem Getränk | In die Hauptbestellung kommen |
| Warten aufs Essen | Dessert groß, eine oder zwei Optionen | Die Idee säen, bevor Sättigung eintritt |
| Mitte der Mahlzeit | Hausgetränk / zweite Runde | Eine zweite Konsumwelle |
| Die Rechnung | Kaffee, Kleinigkeit, Thekenartikel | Ein letzter Impulskauf |
Das Team auf den Bildschirm einstimmen
Der Bildschirm weckt die Lust; das Team schließt ab. Weiß der Service nicht, was gerade läuft, stirbt das Angebot auf halbem Weg. Zwei Routinen genügen: Team informieren, sobald ein Motiv wechselt, und denselben Namen auf dem Bildschirm und im Mund des Service verwenden.
Wenn es Ihnen um den gesamten Bestellwert geht, lesen Sie wie Sie den Durchschnittsbon erhöhen.
Zeigen Sie das Dessert, solange noch Hunger da ist
Veröffentlichen Sie das Motiv vom Handy und planen Sie, wann es auf den Bildschirm kommt. 30 Tage gratis, ohne Karte.
Kostenlos testenHäufige Fragen
Lohnt es, das Getränk im Menü zu verschenken?+
Das hängt von der Marge des Gerichts ab. In der Regel funktioniert ein Menüpreis mit kleinem Nachlass besser als ein Gratisgetränk: „gratis“ entwertet genau den Posten, dem Sie Wert geben wollen.
Wie verkaufe ich Dessert beim Liefern?+
Gleiches Prinzip, anderer Kanal: Das Dessert muss vor dem Bezahlen erscheinen, nicht danach. Im Gastraum übernimmt das der Bildschirm.
Funktionieren Getränkefotos wirklich?+
Sie funktionieren, wenn sie ein volles Glas zeigen, mit Kondenswasser, in einer Umgebung, die Ihrem Raum ähnelt. Stockfotos bewirken das Gegenteil: Der Gast merkt, dass es nicht Ihr Produkt ist.
Und wenn meine Gäste keinen Alkohol trinken?+
Umso besser für die Marge: Säfte, Eistees und eigene Getränke haben meist niedrige Kosten und gut akzeptierte Preise, ohne den Vergleich, den es beim Bier gibt.
