Das Menuboard ist der Bildschirm über der Theke — der, auf den Gäste beim Entscheiden starren. Es ist der wertvollste Platz in einem Imbiss und der am häufigsten verfehlte, weil die Versuchung groß ist, die ganze Karte daraufzupacken.
Wie viele Artikel auf einen Bildschirm passen
Weniger, als Ihnen lieb wäre. Die praktische Regel für einen 43- bis 50-Zoll-Bildschirm auf 2 bis 4 Meter Entfernung:
| Bildschirmzone | Wie viele | Was dorthin gehört |
|---|---|---|
| Hauptblock | 4 bis 6 Artikel | Ihre besten Margen, mit Preisen |
| Menüblock | 2 bis 3 Menüs | Mit fertiger Rechnung („einzeln wären es X“) |
| Seitenstreifen / Fußzeile | 1 Highlight | Tagesangebot oder Neuheit |
Der Gast an der Theke entscheidet in Sekunden, meist mit einer Schlange im Rücken. Ein überladener Bildschirm bringt ihn dazu, aufs Wählen zu verzichten und das Übliche zu bestellen — meist Ihre schlechteste Marge.
Die Reihenfolge zählt mehr als der Inhalt
Das Auge liest einen Bildschirm im Z: links oben, rechts oben, dann nach unten. Was links oben steht, ist der meistgesehene Artikel Ihrer Karte — und genau dort gehört das Produkt hin, das Sie verkaufen wollen, nicht das, was sich ohnehin verkauft.
- Links oben: der margenstärkste Artikel oder Ihr Hauptmenü.
- Rechts oben: die zweite Option, meist die teuerste (der Anker).
- Mittelband: die übrigen Artikel des Blocks.
- Fußzeile: Getränke, Extras und Zahlungsarten.
Schriftgröße und Kontrast
- Der Artikelname auf 4 Meter lesbar — testen Sie es, indem Sie zur Tür gehen
- Der Preis mit demselben visuellen Gewicht wie der Name, oder stärker
- Dunkler Hintergrund mit heller Schrift ermüdet auf großen, hellen Bildschirmen weniger
- Kein Text auf einem Foto ohne Balken oder Schatten dahinter
- Preise möglichst ohne krumme Nachkommastellen
Ein Bildschirm oder mehrere?
Zwei Bildschirme nebeneinander funktionieren besser als einer, der in der Mitte geteilt ist: Der erste trägt die Basiskarte (fest), der zweite rotiert Menü, Aktion und Neuheit. Haben Sie nur einen, lassen Sie die Basiskarte länger stehen und rotieren Sie nur den Highlight-Block.
Was sich im Tagesverlauf ändert
Frühstück, Mittag und Abend sind im Kopf des Gastes verschiedene Karten. Ein unveränderliches Menuboard zwingt ihn, selbst zu filtern, was verfügbar ist — und genau daraus entsteht die Frage „gibt es das noch?“ an der Theke. Dazu: Aktionen nach Tageszeit.
Fehler, die in fast jedem Imbiss auftauchen
- Die ganze Karte auf einem Bildschirm. Das liest sich wie ein Einkaufszettel; niemand liest es.
- Stockfotos. Der Gast vergleicht mit dem, was er bekommt, und verliert Vertrauen.
- Dauerhafte Animation. Text, der sich bewegt, ist Text, der nicht gelesen wird.
- Ein ausverkaufter Artikel noch auf dem Bildschirm. Schlimmer als gar kein Bildschirm: Es enttäuscht im Moment der Bestellung.
- Ein veralteter Preis. Der einzige Fehler, der an der Kasse in einer Diskussion endet.
Wenn Sie noch überlegen, ob Sie vom Papier weggehen: Die Zahlen stehen in digitale Speisekarte im Restaurant.
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Kostenlos testenHäufige Fragen
Welche Bildschirmgröße für ein Menuboard?+
Für eine Theke auf 2 bis 4 Meter Entfernung passen 43 bis 50 Zoll. Wichtiger als Zoll sind Schriftgröße und Hintergrundkontrast.
Funktioniert ein Hochformat-Bildschirm?+
Für Stelen und schmale Gänge mit wenigen Artikeln, ja. Für ein Thekenmenuboard folgt das Querformat dem Z-Leseverhalten besser.
Braucht jeder Artikel ein Foto?+
Nein. Fotos überall ermüden das Auge und überladen den Bildschirm. Bewährt: Fotos bei den 2 oder 3 Artikeln, die Sie pushen wollen, und klarer Text für den Rest.
Wie oft sollte das Menuboard wechseln?+
Die Basiskarte ändert sich selten, und das ist gut so, weil Stammgäste sie sich merken. Der Highlight-Block darf täglich wechseln.
